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Kastelli

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Kastelli ist eine Kleinstadt auf Kreta mit ca. 1500 Einwohnern, ca. 15 km südlich von Hersonissos, auf einer Hochebene gelegen, im Osten in das Dikti Gebirge übergehend.  Auf dieser Ebene liegt ein Militärflughafen, der nun als Entlastung für den Flughafen Iraklio ausgebaut wird für zivile Luftfahrt. Für die Ökonomie gut, wenn dadurch keine Überkapazitäten entstehen, für die Ökologie eine Belastung.

Der Name Kastelli stammt von einer venezianischen Burg, an deren Stelle heute das Gemeindehaus steht. Zum Gemeindebezirk gehören 25 Dörfer mit dann insgesamt fast 5000 Einwohnern sowie die dorische Ausgrabung Lyktos mit nachgewiesenen Funden. Lyttos Stadt, bereits erwähnt in einer Liste von Ortsnamen des Pharao Amenophis III,  liegt etwa einen Kilometer entfernt von Kastelli in einer Höhe von ca. 650 Metern. Etwa 220 v. Chr. wurden Lyttos und vielleicht ebenso eine hellenistische Siedlung bei Kastelli von Knossos aus zerstört. Man fand auch einen römischen Friedhof und eine Residenz.

Die Geschichte Kastellis war sehr unruhig. Die türkischen Besatzer lockte die fruchtbare Ebene an, wo sie Landwirtschaft betrieben. Der begonnen Flughafen vor dem 2. Weltkrieg dann die Deutschen, die den Flughafen durch Zwangarbeit ausbauten und die Bevölkerung terrorisierten. Die Alliierten bombardierten den Airport, und auch das zum Leidwesen manch einheimischer Familie.

 

Nach einem Abendessen im Hafen von Iraklion habe ich mich nachts in der Baustelle der neuen Schnellstraße auf Kreta verfahren und bin ohne Plan falsch nach Kastelli abgebogen. Hier meine Eindrücke:

Am Ende der alten Küstenstraße von Heraklion Richtung Agio Nikolaos verlor ich in der Dunkelheit die Orientierung. Ich wollte zurück in mein Hotel in Chersonissos. Weil ich mich an der Gabel aus drei weiterführenden Straßen an eine Beschilderung Kastelli in Chersonissos erinnerte, fuhr ich mangels ausreichender Beschilderung zuerst falsch Richtung Kastelli und dann, nach Rückkehr aus den Bergdörfern, noch mal die richtige kurvige Straße nach Kastelli.

Nirgends ein Hinweis auf Chersonissos.  Im Scheinwerferlicht wirkte die tagsüber karge Vegetation plötzlich üppig. Die Bäume wirkten größer, die Olivenpflanzungen endlos. Die selten entgegen kommenden Autos blendeten stark, entweder weil die Lampen nicht richtig eingestellt waren, oder weil die Fahrer das Fernlicht nicht einmal mehr abschalteten. Das Licht und die Kurven hielten die Zeit im Auto an. Die Fahrt wurde endlos. Dunkelheit, Einsamkeit, Stille, monotone Ausschnitte des Weges. War ich schon tot und wusste es nur nicht? So muss ewiges Leben sein. Fahren, Stille, Reduktion des Bewusstseins auf kleine Ausschnitte. Nicht bedrohlich oder beängstigend, nicht freudvoll, einfach nur existent. Endlos existent, nicht enden wollend. Kein Ankommen, wo auch immer. Ist das endliche Leben nicht vorzuziehen, und ist der Tod die Erlösung? Die Zeit bewegt sich nicht, wir bewegen uns in der Zeit. Sind die linearen Handlungsabläufe nur eine kollektive Vereinbarung unseres gemeinsamen Bewusstseins? Wir würden das Begreifen der Gleichzeitigkeit eines langen Lebens nicht ertragen. Neunzehn endlose Kilometer losgelöst von jeglichem Zeitempfinden. Halb ausgeleuchtete bergige Kurven in völliger Dunkelheit lassen auch das Raumempfinden verlieren. Diese Fahrt ist ein Moment in der Ewigkeit. Ich verliere mich in der Bewegung und vergesse Ursprung und Ziel.

Dabei steht das Ziel fest. Der Körper ist müde von der ungewohnten Seeluft, der Wärme, dem Staub und dem geänderten Tagesablauf. Das Neue, das morgens elektrisiert, ermüdet nichts desto weniger. Das Ziel ist kleiner als ein kretischer Küstenbadeort, ist ein Bett. Es gibt Beschilderungen unterwegs. Griechische Schriftzeichen und kurz vor der Weggabel auch die gewohnten, lesbaren, begreifbaren. Links nach Iraklio, rechts wächst ein Strauch vor die Tafel. Das Ziel steht auch hier fest und ist benannt, aber es ist nicht erkennbar. Beide Strecken sind unbekannt, einmal mit bezeichnetem Ziel, einmal mit fraglichem. Iraklio ist auf Kreta eine Art Rom. Alle Wege führen nach Iraklio. Ist es wirklich so bedeutsam, das Chersonissos zwischen Kastelli und Iraklio liegen kann? Im Moment nur für mich. Sollte es falsch sein, finde ich von Heraklion aus auf der neuen Schnellstraße leichter ins Hotel als über irgendein unbekanntes Bergdorf

 

 

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Stand: 22. November 2017